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Was ich gemacht habe…

Frühlin-G (2->4 und mehr)

Erinnert Ihr Euch noch ?
LKW mit vier Sitzen = Hauptzweck Personentransport = 939 Euro Steuern gegenüber LKW mit zwei Sitzen = Hauptzweck Lastentransport = 172 Euro Steuern ?

Diese Sonder-Regelung ist am 23.10.2020 ersatzlos gestrichen worden (NEIN, ich werde nicht dem Hr Scheuer danken)

Genauers findet sich hier auf den offiziellen Informationsseiten

Und so habe ich am ersten richtigen sonnigen Sonntag des Jahres 2021 geschraubt und geputzt, Bodenbretter wieder montiert und den Wagen gesaugt, damit der DEKRA-Experte sich in Ruhe alles anschauen kann.

22.02.2021 nachmittags und „Er sah, das es gut war“.
4 Einzelsitze, davon 2 auf der Ladefläche (siehe oben), und der ganze „Bundeswehr ZDV-Wolf im öffentlichen Strassenverkehr“ wurde auch gleich gestrichen, so kann es gerne weitergehen dieses Jahr.

Okay, der jungen engagierten Dame auf dem Amt fiel es sichtbar schwer, das Ganze zu übertragen, denn bei Ihr blieben 2 Sitze 2 Sitze und die Austragungen waren zuerst die Eintragungen, aber auch ich habe das nicht kontrolliert, Es klärte sich dann heute abschliessen und so sieht er nun aktuell aus.

Für die Interessierten:

Die originalen Bundeswehr-Gurte sind meistens Grütze oder müssen instand gesetzt werden; ich bin den einfacheren Weg gegangen und habe mir zugelassenen geprüfte Beckengurte neu gekauft. Die Montage von Gurtschloss und Gurt-Abroller erfolg natürlich mit neuen mitgelieferten Spezialschrauben an den originalen Gurt-Haltepunkten, die Sitzkonsolen sind mit 5 Schrauben M12 x 50 + Federringen fest an den orginalen Sitzhaltepunkten (verschweisse Muttern im Fahrzeugboden) befestigt.

Ade ihr schnöden Eintragungen:
1. Windschutzscheibe aufgestellt und gesichert
Klar sichere ich die Scheibe, wenn sie aufgestellt ist, dafür brauche ich als Ex-Krankenhaus-Zivi allerdings keine zusätzliche Anweisung
2. Reserverad montiert und abgedeckt
Natürlich montiere ich das R.Rad, es soll ja nicht im Auto rumfliegen, allerdings MUSS ich ein ReserveRad haben und es immer abdecken ?
3. Amtl. Kennzeichen hinten zweizeilig
Also bei der Bundeswehr ist das wohl bemerkenswert, eigentlich Standard bei Motorrad/Käfer/R4 etc.
4. Tarnlichtschalter auf Tagbereich gestellt
Eine Besonderheit der BW-Fahrzeuge ist der Tarnlichtkreis, nicht zustäzlich, sondern alternativ geschaltet werden kann. Da man mit dem Tarnlicht nichts sieht und ich abends Licht haben will, würde ich ihn sowieso nicht benutzen
5. Wenn Behälter an Fhzg, dann abgedeckt u. nicht mit Dieselgefüllt
Wenn jemand es schafft, trotz fettem montierte Reserverad und stabilem Kanisterhalter so auf mein Auto zu fahren, das 20l Diesel auf der Strasse landen, dann wohl zusätzlich zu den 100l Diesel aus dem Haupttank und ich habe wahrscheinlich ganz andere akute Probleme 😉

Ausdrücklich gesagt möchte ich die Sinnhaftigkeit dieser Arbeitsanweisungen für Soldaten, die mit Ihrem Fahrzeug aus dem Gelände auf die Strasse fahren, nicht in Frage stellen, genau deshalb frage ich mich, wie sinnvoll sie für mich als Zivilisten mit einem normalen Fahrzeug sind. Besonders klar wird das wohl bei Punkt 3.

Elektrik-Trick

Wer sich jetzt an „Catweazle“ erinnert, weiss, wie ich mich fühlte, als mein heutiger Termin bei der Firma Munderloh erfolgreich endete….

…wenn man neue Batterien im Wolf hat, dann selber den Kombihebel austauscht, kurz danach eine Sicherung krachend herausfliegt und ab das Voltmeter alles Mögliche zwischen 15 und 40 Volt anzeigt, dann ist der Moment gekommen, die Experten zu rufen. Das tat ich mit einem Telefonat beim Expertenteam Kau von Halle/Daniel Perl, hatte ja Zeit bis zu einen Termin, (denn das ist ein Hobby-Auto) und so war heute endlich der grosse Tag gekommen

Ich sag mir „MASSEFEHLER“ und „danke“ dem Experten, der bei der Zivilisierung des Wagens 2015 ein Kabel um eine Schraube legte, statt einfach eine Ringöse zu crimpen oder wenigstens das Kabel ordentlich zu fixieren durch Unterlegscheibe/Mutter.

Jetzt ist der Wolf wieder unter richtigem Strom, und ich weiss, warum ich zu den Experten fahre, die sich auch um alle Bundeswehr-Fahrzeuge kümmern. Dann kann der Wolf mal mit seinem Enkeln spielen und von mechanischen Differentialsperren und VTG 080 erzählen, während die CDI’s Katalysatoren und vollgeräumte Motorräume hat.

Am Steuer und den Hebeln der Macht

Solch ein Wagen muss gelenkt werden, Getrieb und Verteilergetriebe wollen entsprechend geschaltet werden und so war mir schnell klar:

Lenkrad und beide Schalthebel müssen entsprechend farblich passend lederbezogen sein.

Nach einer kleinen Suche kam ich auf die Webseite „Lenkrad-Beziehen“ und dort findet man sogar ein besonderes Angebot für uns Wolf-Fahrer. Dank „Home of the Wolf“ und einem mir bekannten Mercedes-Sammler war ein zweites Lenkrad und dann später auch beide Schalthebel auf dem Weg. Hier die einzige und klare Warnung:

Macht EINEN Auftrag ! EIN Paket und ein klares Begleitschreiben, das Ihr Euch in Kopie behaltet !

Ich schickte erst das Lenkrad mit klarer Beschreibung gemäss der Webseite, dann schickte ich das Geld und das Lenkrad kam zurück nd sah super aus ! Danach begann das Chaos in der Werkstatt, gegen das die engagierte Mitarbeiterin Frau H.A. anzukämpfen versuchte, leider eben mit durchwachsenem Erfolg, denn ich schickte den Schalthebel, bezahlte die zweite kleine Rechnung per der nach etwas längerer Zeit mit der „falschen“ helleren Farbe zurückkam. Meine Reklamation ergab, dass nicht der Schalthebel, sondern mein Lenkrad in der falschen Farbe bezogen war (die mir aber auch gut gefiel), so erschien es sinnvoll und einfacher, den Schalthebel anzupassen, so schickte ich ihn zurück


Nach längerem Warten dann eine Rückfrage und „UPS, wo ist er denn in der Werkstatt verschollen.“ . Ich kam auf den doofen Gedanken, nun auch noch den VTG-Hebel beziehen zu lassen, den bitte aber nur in dezentem Schwarz, da können die „Experten“ wohl wenig falsch machen. Wieder passierte länger nichts und als ich vor Weihnachten 2020 nachfragte, fiel auf, das immer noch nichts getan war an der REKLAMATION.


Der hatte auch inzwischen wieder vergessen, welche Farbe es sein sollte (Also falsches helles Leder abgezogen und entsorgt, dann wohl wieder beiseite gelegt und verpennt) und so kriegte ich von Frau A. Ledermuster zugeschickt, bestätigte mit Fotos die richtige Farbe passend zum Lenkrad, bekam eine Rechnung für den schwarzen VTG-Hebel (ohne Berücksichtigung der vorherigen unnötigen Rpcksendekosten), bezahlte dummerweise erneut per Überweisung und bekam nun Ende Januar das Paket.

„Ja Neh, is klar“, denkt der Rheinländer in mir, man sieht wohl schnell, das es nicht das Leder des ersten Versuchs ist, allerdings auch nicht das Leder des Lenkrads oder des Musterstücks.

HANDWERKLICH kann ich nichts Schlechtes sagen, ich finde die Verarbeitung gut bis sehr gut, aber die Abläufe in der Werkstatt sind STARK optimierungsbedürftig (wie leider so oft bei guten Handwerkern)…….KNAPP daneben ist auch vorbei, aber farblich passt es wenigstens halbwegs, deshalb ein Hinweis und mehr nicht….

NACHTRAG 1 am 02.02.2021:
Frau A. und ich haben intensiv telefoniert, der Sattlermeister war auch über das Ergebnis höchst erstaunt und man bat darum, doch einfach nochmal Lenkrad und Schalthebel einzusenden. Ich habe bewusst auf den dritten Versuch verzichtet, denn ich glaube an das Engagement, dieser beiden Personen, allerdings nicht an einen irgendwie sinnvollen Prozess beim Ausführenden Mitarbeiter, denn das gleiche Vorgehen war ja im Herbst beim ersten Reklamationsversuch besprochen worden.

NACHTRAG 2 am 04:02.2021:
Meine Bitte, gerne für gute Arbeit zu zahlen (Lenkrad und Schalthebel 2), aber den Betrag für Schalthebel 1 (siehe oben) zu erstattten, wird aktuell per PayPal bearbeitet.

NACHTRAG 3 am 09:02.2021:
Das Geld für den Schalthebel ist erstattet worden, die persönliche Kommunikation war wirklich gut, ich kann also den Dienstleister nur empfehlen (1 Auftrag, 1 Paket, Per PayPal zahlen !)

Der Hebel des Grauens

Lenkstockschalter, Lenksäulenschalter oder einfach:
„Die Wurzel allen elektrischen Übels“ !!!

Wenn irgendetwas an irgend so einem Auto in der Elektrik nicht funktioniert, dann geht man planmässig vor, beginnt am Ort der „Nichtfunktion“ und arbeitet sich langsam über Verkabelung, Stromverteilung, Schalter, Sicherung bis zur Batterie vor, kann auf dem Weg einiges durch Nachdenken ausschliessen und kommt so zum Ziel.

Beim Mercedes G und insbesondere dem Wolf
ist das viel einfacher !

Man löse die zwei Schrauben der Halterung (grün) sowie die vier Blechschrauben der Verkleidung an der Lenksäule, dann noch die 3 grossen Stecker gelöst und der originale „Lenksäulenschalter“ darf gehen. Eventuell löst man nun mit der einen Schraube (blau) den Schalter aus dem Gehäuse; der Zusammenbau ist genau so schnell erledigt, mehr als 20 Minuten sollte man für den gesamten Vorgang nicht brauchen. Sollte die Ausrichtung der Lenksäule vorher schon richtig gewesen sein, ist dies schnell erledigt: Lenkrad gerade, Gehäuse des Schalters grob waagerecht und alles sollte stimmen,

Damit ist DER grosse Fehlerverursacher aus dem Weg geräumt, denn bsp. das Licht der beiden H4 Sch(w)einwerfer wird beim Wolf komplett über diesen Schalter betätigt. Sollte man also mit leicht „optimierten“ H4 24V 100W/90 W Leuchtmitteln unterwegs sein, rennen da gut 8 Ampere über die kleinen Kontakt und das kann nicht gut sein . Dazu noch die Jahre der Benutzung und die Unfreundlichkeit der Vor-Nutzer haben ihm sicherlich auch zugesetzt.

Ein neuer originaler Schalter A0055457724 (1.Foto vorne) kostet, aber es gibt eine sinnvolle Alternative aus dem LKW & Bus Bereich (linke). Bei Versender bekommt man das Teil für überschaubares Geld und ich konnte bei ebay mit 23 Euro inkl. Versand einen Schnapper machen.

Ich persönlich finde die Anordnung sogar besser als im „Original“, denn nun ist der Hebel vollständig aus dem Lenkrad-Bereich entfernt, es ist also der gesamte Bereich rund um das Lenkrad absolut frei für Lenkbewegungen und wenn man nun Blinker, Wischer oder Fernlicht betätigt, ist es eine bewusstere aktive Handlung.

Gerne füge ich bei meinen Bastelreports hilfreiche URLs ein:
Lenkstockschalter-Thread bei den Militärfahrzeugen

LED überall ?

Nein, nicht überall !

Aber dort, wo es Sinn macht, finde ich für ein klassisches Fahrzeug LEDs super; genau deshalb ist bei meinem Wolf eine blaue LED in der Multifunktionsanzeige verbaut worden und weitere werden folgen, denn ich durfte schon wegen einer defekten Reserve-.Birne tanken gehen :-/

Der Suchbegriff bei ebay lautet: „24V T5 5050 LED

Eine Diskussion bei der DEKRA über eine nicht eingetragene ausgeblichene orange Fernlichtkontrolle kann man damit schnell vermeiden, wenn die Lampe einfach nicht anders kann als nur blau zu leuchten.

Oben Glühbirnge, unten LED und ein blaues Fernlicht

Nach erfolgter Montage sowie Kontrolle der Funktion und Helligkeit, gerade bei der Fernlichtkontrolle, rate ich zu einem Tropfen Heisskleber, um die montierten LED zu fixieren, da bei rumpeliger Fahrweise diese sich schneller als bei den Glühbirnen verdrehen könnten und dann nicht mehr funktionieren….

Und in Rückleuchten, Blinker etc. ?

Da bin ich sehr ambivalent ! Genau genommen möchte ich genau das, was diese LEDs dort liefern, nämlich ordentliches Licht, wirklich haben. Meine Versuche mit diversen LEDs von diversen Herstellern waren auch zum grössten Teil erfolgreich,….

ABER und das ist wirklich ein sehr grosses A B E R !!!

…ABER ich habe einen Wolf und keine Plastik-Klitsche, also 24V Bordnetz und öfters mal Gerüttel auf den Wegen, genau das mögen die meisten LEDs gar nie nicht. Wie bei der Anzeigen oben gezeigt ist das im Armaturenbrett eher unwichtig, denn dort funktioniert alles gut, aber bei den Blinkern auf den Kotflügeln und auch der gesamten Rücklichteinheit schaut man fast täglich, ob wieder mal etwas ausgefallen ist. Das gibt kein gutes Gefühl, denn so einen Wolf wird schnell übersehen und wenn er dann steht, knallt so ein Plastikauto schnell mal an eine Ecke, ist kaputt, der Eigentümer jammert und die Rennleitung interessiert sich unnötig…

…ergo 24V 21 Watt für Bremslicht, Blinker, Nebelschlussleuchte und Rückfahrscheinwerfer sowie 24V 10W für die Rücklichter, das macht sich auch gut mit H-Kennzeichen,…

LED mit LWR ?!

Seit dem 01.01.1990 ist in Deutschland eine LeuchtWeitenRegulierung (=LWR) vorgeschrieben, deshalb sollte man diese LWR weiter nutzen, eine Rückrüstung ist nicht sinnvoll und sehr wahrscheinlich illegal…

…man nehme einen passenden Satz spezieller LED-Montageringe (in meinem Fall von ORC), standardisierte 7 Zoll Scheinwerfereinsätze (natürlich mit E-Prüfzeichen etc.) und montiert das Ganze statt der H4-Glaseinsätze auf dem schon vorhandenen Grundträger. Da OCR neue Plastikhalter mitliefert, passt alles; da die originalen Schrauben mit Kreuzschlitz häufig verrostet sind, habe ich dafür eine separate Lösung gefunden (siehe LWR-Umbau)

Durch die Lichtstärke, die unter 2000 lm liegt, ist eine automatische LWR nicht nötig, der Rest ist eigentlich selbsterklärend, Rückfragen & Feedback gerne zu mir…

LED ohne LWR ?!

Seit dem 01.01.1990 ist in Deutschland eine LeuchtWeitenRegulierung (=LWR) vorgeschrieben, sollte man davon nicht betroffen sein (bsp. Puch GE230 aus der Schweiz mit Sondereintragung oder eben vor 1990 zugelassen in Deutschland), dann ist dieser einfache Weg sehr elegant, um nachweislich mehr Licht auf der Strasse zu haben.

Ein preiswerter Satz LED-Montageringe in gewünschter Farbe (wahrscheinlich schwarz), passende Scheinwerfereinsätze (natürlich mit E-Prüfzeichen etc.) und die unten angehängte Schablone, um die fehlenden Bohrungen zu tätigen.

Durch die langen Federn hat man eine grossen Einstellbereich und kann einen LED Einsatz auch deutlich tiefer in die Frontmaske setzen.

Diese Schablone aus einem „kopierten“ und bearbeiten Originalring hilft, wie oben auf den Fotos zu sehen, sicherlich bei der Identifikation oder dem Selbstbohren, klar ist, das sie als PDF mit der Grösse 100% ausgedruckt werden sollte ?!

Da es mich selbst nicht betrifft, hier die Erfahrungen eines Umbaus aus erster Hand:

„Und es ward Licht…
Svens Beitrag zu den LED-Scheinwerfern hat mich auch zu dieser Kampfwertsteigerung inspiriert. Er hat das hier sehr schön inkl Schablone für die zum G passenden Bohrungen beschrieben. Ein paar Ergänzungen habe ich noch:

  • Bei mir passten die Ringe, die von vorn auf den Scheinwerfer kommen, nicht über den Scheinwerfer. Mit der Zange konnte ich die Bördelkante weiter zusammendrücken, bis es passte
  • Zunächst versuchte ich, den Scheinwerfer zusammen mit Montagering am G anzuschrauben. Das geht nicht durch die zurückstehenden Federgegenlager. Daher erst die 3 Schrauben in den Federn lösen, den einen Ring an der Karosserie festschrauben und schließlich den anderen Teil des Montagerings mit dem Scheinwerfer und den 3 Federn montieren
  • kauft Euch noch den passenden Stecker für das Standlicht, bei mir ist der Pin beim einen Scheinwerfer wieder rausgerutscht
  • Bevor Ihr die alten Scheinwerfer ausbaut, markiert Euch die Ausleuchtungszone auf einer Wand (oder bei mir hochgeklappter Tischtennisplatte), damit Ihr die neuen Scheinwerfer grob einstellen könnt.
  • Bei netteren Temperaturen werde ich die noch mal abbauen, Standlichtstecker montieren und vor allem die billige Lackierung der Montageringe gegen Gammel schützen.

Ursprünglich wollte ich einen „weißeren“ (und teureren) Scheinwerfer kaufen. Aber die dunkle Version finde ich stimmiger zur schwarzen Front.“

Anbei noch ein paar Foto-Impressionen.

Mehr Licht ?! H4 -> LED ?

Bilux, H4, XENON oder LEDs, wie weit ist man heute mit Lichttechnik doch gekommen ! Über die historische Entwicklung, gerade auch beim G über 40 Jahre, kann man sich an anderer Stelle informieren (Bilux->Halogen->>Xenon->LED), hier möchte ich aber feststellen:

Die verbauten Scheinwerfer im Wolf W461 sind eher so lala
…natürlich aus heutiger technischer Sicht.

Nun denn, 24 Volt und 75/70 Watt Standard H4 Birnen sind Standard, meine Versuche mit „HiPower“ Leuchtmittel (100w/90w) brachten einen Hauch mehr Licht auf der Straße, aber super geht anders.

Und dann liest man sich erstmal durch die Welt der 7 Zoll Scheinwerfer, entdeckt illegale LED-Leuchtmittel mit H4-Sockel, findet ausgebaute XENON-Scheinwerfer vom W463 für „nettes“ Geld und stolpert andauernd über chinesische 7 Zoll LED Einsätze fur Harleys, Jeeps und Lada Niva/Golf 1 (paarweise ab ca. 45 Euro !!!), die nur ein „DOT SAE“ Zeichen tragen , sonst nix und dadurch Spass mit der Rennleitung garantieren.

Das muss es doch auch in „legal und gepfügt“ geben ?
Ja, solche Einsätze gibt es auch von verschiedenen „Herstellern“ bei den deutschen Händlern mit den entsprechenden europäischen Angaben im Glas. „HCR etc.“

Damit lässt sich also etwas anfangen und bei 245 € für das PAAR inkl. Lieferung konnte ich nicht mehr widerstehen. Die ersten Tests im heimischen Arbeitszimmer waren überwältigend…

…und damit war die Motivation gross, nun auch die passende Befestigung zu finden. Zum Thema „Umbau auf der Basis des originalen Scheinwerfer-Einsatzes für LED und mit LWR“ und wenn man auf eine LWR verzichten kann, sind hier weitere Infos…..

NACHTRAG:
So sieht das nach dem erfolgten Einbau und kontrollierter Montage durch eine Fachwerkstatt auf einer norddeutschen Geraden mit Bäumen bei stockdusterer Nacht im Winter aus: Bei Abblendlicht reflektieren Strassenschilder auf 200m, bei Fernlicht geht das auf 500m und das ist gut so ! Macht einfach Laune im Winter und im Sommer habe ich es nicht vermisst….

Ich will hier weg !

Dann steckt man irgendwo und will nur raus ?
Sieht auch nicht uncool aus, so eine Seilwinde am Fahrzeug ?

Mehrfach habe ich mich als Anfänger mit Off-road-Experten unterhalten, haben diesen Artikel bei Matsch&Piste gelesen, hielt Rückfrage bei meinem Schwager (erfahrener Feuermann) und traf danach die Entscheidung, nach einem originalen „Greifzug“ zu schauen.

Passenderweise kommt die Firma „Greifzug“ aus Bergisch-Gladbach in der Nähe von Köln (meiner Geburtsstadt) und Waldbröl (dem Ort meiner Kindheit & Jugend)

Leicht erschrocken war ich bei den Neupreisen dieser Geräte, von japanischen oder chinesischen Nachbauten wurde ich gewarnt und so kam er dann durch ein Angebot bei ebay-Kleinanzeigen zu mir….

…ich konnte den 1,5 to Greifzug aus Ex-Bundeswehrbeständen sogar auf der Rückfahrt von einer Schulung persönlich abholen, nun schaue ich nach einem passenden Seil, Umlenkrolle und Haken.

NACHTRAG:
Der engagierte Verkäufer des Greifzugs kontaktierte mich noch einmal, das originale 20m Seil war aufgetaucht und für einen kleinen Betrag dann auch meins, was will man mehr ? NIX !!!

Etwas Video-Material mit Grundlagenverständnis:

Zusätzlich fand ich die Webseite „Heavy Rescue“ sehr interessant, insbesondere die Downloads/Ressourcen sind mehr als nur einen Blick wert. Herzlichen Dank für dieses tolle Material in den Süden !

Und zum Abschluss die gescannte Originalanleitung, die sicher aufgehoben im Deckel schlummerte:

AT-Reifen in 235/85R16 ?!

Der Wolf ! Das Lamm ? HURZ !!!

So ähnlich dachte ich über die von der Bundeswehr verwendeten Reifengrösse 225/75 R16, denn irgendwie sahen diese Räder in den Radhäusern etwas verloren aus.

Thema Eintragung siehe unten !

Dann habe ich angefangen, mit Experten und anderen zu sprechen, habe schon vor dem Kauf viel über die Eintragung von 235/85 R16 Reifen gelesen, die durch den grösseren Abrollumfang die Drehzahl senken würden, kontrollierte den Tacho (PUH, passte dann aber sowas von genau !) und drang dann die Welt der AT (All-Terrain) Reifen ein. Mir war nach der Überführung und dem winterlichen Erfahrungen im Norden klar geworden, dass BFG MT (Mud-Terrain) Reifen ohne Lamellen und sonstiges einfach nicht mein Ding sind ! 80% Strasse, 20% unter-schiedliches Gelände, da war klar, für mich reichen locker All Terrain -Reifen aus.

Aber welcher Hersteller sollten es jetzt werden ? BF Goodrich AT, wie die MT’s ? Cooper, Contnental, Hankook, dubiose Skandinavier oder Russen oder oder oder ??? Da gibt es wirklich viele Hersteller, noch mehr Reifen und besonders viele Meinungen.

Dann stolperte ich über den aktuellen Falken Wild Peak AT3W, der in beiden wichtigen Reifengrössen 225/75 und 235/85 lieferbar ist. Nun denn, wenn Mercedes die Dinger ab Werk verbaut und der Hersteller auch noch Sponsor der Oldenburger EWE Baskets ist, dann müssen Falken Wild Peak AT3W wohl in die engste Wahl, so ganz schlecht können sie ja nicht sein 😉 Und ein echter Allwetter-Reifen, mit Schneeflöckchen und Bergspitzen, Sommers wie Winters, also ein echter Allrounder und bei meinem Einsatz-Zweck am Hobbyfahrzeug als Ganzjahresreifen sehr passend.

Nach Weihnachen 2019 hatte ich mich ja schon direkt um einen zweiten Felgensatz gekümmert, der wurde nun gestrahlt und beschichtet und dank des lokalen Fachhändlers in Wiefelstede waren die Reifen dann schnell montiert. 36,5 kg Reifen und Felge, das passt und gibt eine ruhige Strassenlage, um Gelände gehts aber noch.

Seitdem fahre ich entspannt und deutlich höher sitzend, durch die Gegend. Wer über die angeblichen mangelnde Offroad-Fähigkeit der Falken lästern wil („Mädchen-Reifen“ und so etwas mir als Vater zweier Töchter !)l, dem biete ich gerne ein Anfahrt nach Fürstenau und dortige Testfahrt, natürlich mit abgesenktem Reifendruck, an,.

Ich kam mit dem AT wirklich überall durch (Nachtrag: und das in GA nur mit Vorderradantrieb !).und wenn das nicht am Reifen liegt, dann sicherlich an meinen Fahrfähigkeiten 😉

Thema Eintragung

Wer übrigens Herausforderungen bei den Gedanken an 235/85R16 auf Original Mercedes Benz Südrad Felgen 5.5x16H2 ET63 Felgen hat, soll mir doch eine Mail mit seinen Kontaktdaten schicken, dann helfe ich gerne mit meinen Unterlagen weiter, denn….

….mit der entsprechende Vorbereitung in Form von Unterlagen und Beispielen von anderen Fahrzeugen/Eintragungen, ordentlicher Arbeit bei der Montage* usw. war die Eintragung dieser 235/85R16 auf den 5.5x16H2 Original-Felgen des Wolf ohne Verbreiterung nach §21 durch einen kompetenten Fachmann der DEKRA innerhalb von MINUTEN erledigt.

*Ordentliche Arbeit bei der Montage bezeichnet für mich übrigens gesäuberte Bremstrommeln und Scheiben, gesäuberte Gewinde sowie neuen Radschrauben(Natürlich wurden die originalen Schrauben nicht entsorgt, sondern gesäubert und lackiert), damit man sieht, was gemacht wurde.