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Was ich gemacht habe…

Sauber G-macht

Eines der grossen Themen beim Mercedes G ist das regelmässige Waschen eines Autos, welches für das Gelände gedacht ist. Und dann sind da ja die Ecken und Winkel, die bei einem Auto aus den 70ern vielleicht häufiger zu finden sind als bei neuen Fahrzeugen.

Auf jeden Fall.darf man sich nicht einfach nur mit der Waschanlage begnügen, egal wie toll das Auto oder diese Waschanlage ist, denn dann ist langfristig Rost garantiert, wenn der feuchte Sand sich in den letzten Ritzen verstecken kann.

Innenkotflügel sind auch so ein Thema, das sicherlich an PKWs auf der Strasse sehr sinnvoll ist, bei einem Geländewagen meiner Meinung nach aber wenig zu suchen hat. Lieber soll der Dreck wieder schnell herausgespült werden, als das er sich hinter Blechen und Haltebügeln verstecken kann.

Nach der letzten Tour dieses Jahr wird mein Wagen wieder von allen Seiten mit dem eigenen Kärcher und der „Dreckfräse“ sauber gemacht, bevor dann jeder Radbereich einzeln kontrolliert wird, indem das Rad demontiert, der Rost bekämpft und der Korrosionsschutz durch Fluidfilm etc. aufbereitet wird.

Not-Aus für den Diesel

„Man startet keine Maschine, solange man nicht 100% weiss, wie man sie anhält !“, diesen Grundsatz habe auch ich bisher nicht beherzigt und sah heute wieder mal die Frage „Mein Wolf läuft weiter, obwohl ich den Schlüssel in der Hand halte ?“. Die Standard-Antwort darauf heisst „An der ESP (EinSpritzPumpe) den Stop-Hebel benutzen.“, aber wo ist der denn genau ? Auf jeden Fall habe ich mich auf die Suche gemacht und ihn dann schnell gefunden, hier auch die Fotos für andere Suchende 🙂

Einfach nett unter dem Ansaugkrümmer durchgreifen und mit einem Finger am roten Punkt 8Bild 2) den Hebel nach vorne-unten drücken, schon erscheint das STOP-Zeichen und der Motor hält an.

24v -> 12v für Anhän-G-r

Scheinwerfer und alle Rücklichter/Bilnker, auch LED’s, sind schnell in der 24v Ausführung besorgt, wenn mal Ersatz nötig ist, anders sieht es aber bei Anhängern aus. Bei unserem eigenen 750kg Stema-Anhänger habe ich das Problem pragmatich gelöst, bei anderen Anhängern aber kann es schnell schwierig werden. Ausserdem ist dann da noch immer das 7pol/13pol Gehampel und nach den Adaptern sucht man sich „nen Wolf“.

Also die ultimative Lösung: Neben die 24v-7pol Dose links der Kupplung kommt rechts eine 12v-13pol Dose, damit sind alle Situationen geklärt.

Secoröt als Spannungswandlerexperten hat da natürlich was im Angebot zur Festmontage und so war das Teil schnell bestellt und geliefert. Ausserdem gibt es dann wieder mal einen Grund, sich mit der Optimierung der elektrischen Anlage zu beschäftigen, denn Schraubklemmen mit verzinnten Kabelenden sind ja nun nicht mehr Stand der Technik, Aderendhülsen dürfen es dann schon wenigstens sein 🙂

Kleiner Tipp am Rande:
Statt wie ich eine Bohrschablone zu malen, damit die Löcher von dem Alu-Blech auch richtig sind (ab Werk für Verschraubung ÜBER der Dose gedacht) kann man das vorhandene Stahlblech der 7Pol Dose nutzen, da sind alle Bohrungen schon markiert 🙂

Neben der Kabelsortierung wurde natürlich die Gummis gepflegt, die Leitungen gesäubert und alles kontrolliert, ich finde, es sieht gut aus und ich freue mich auf den ersten Test.

Und JA, übergangsweise habe ich mir von der Nebelschlussleuchte und dem Rückfahrscheinwerfer die Leitungen geholt, um dies auf beiden Dosen ordentlich belegt zu haben, sobald der Tank mal runter ist, wird das vielleicht anders gelöst, falls man da an dem Stecker Platz hat….

Unsinn in der Mitte ?!

NATÜRLICH ist es eine Frage, WAS man bitte sehr in das mittlere Loch im Armaturenbrett packt, das so deutlich bei den Wölfen mit einem Blind-Deckel verschlossen ist, ich persönlich habe mich mit dieser Frage sehr schwer getan.

Uhr, Voltmeter, Multifunktionsanzeige, alles Mögliche habe ich im Laufe der Zeit angedacht, am Ende ist es ein echter Original Mercedes Drehzahlmesser geworden und er sieht gut aus !!!

Dank der Offroad-World und dem Mercedes G Experten Guido Matthes konnte ich ein Set aus Drehzahlmesser/Sensor „günstig“ erwerben und in Ruhe einbauen, bei dem eleganten „Plus auf Zündung“ halfen die Kollegen von Munderloh schnell und unbürokratisch und nun weiss ich sicher, das mein Wolf bestimmt nicht überdreht wird.

Am Getriebe unten ist ein kleiner Deckel mit Inbus-Mutter, den tauscht man gegen den Sensor aus, führt das Kabel durch die Kabeldurchführung direkt an den Drehzahlmesser, schliesse die beiden Anschlüsse an MASSE und die Klemme W an und versorgt nun noch den Drehzahlmesser mit PLUS, in meinem Fall aus der MFA daneben. Fertig ist das Ding !

  • Die Beleuchtung kommt (blaues Kabel, roter Stecker) vom rechten Tacho sowie die Masse (Braunes Kabel, schwarzer Stecker) vom Tacho.
  • Das braune Kabel des Sensors ist Masse, das farbig markierte Kabel ist das Drehzahlsignal vom Hallgeber (wird auf W gelegt)
  • Von der linken MFA kommt mit geschaltetes Plus (schwarzes Kabel roter Stecker)

Fragen ? Gerne doch, der Weg per Mail ist wohl bekannt 🙂

Kampf dem Rost #1 von ∞

Zugegeben, hier und da habe ich von Anfang an etwas gegen kleine Roststellen oder Abplatzer gemacht, aber nun ist ein deutlicher Schritt möglich und auch nötig. Das H-Kennzeichen steht an, der Farbtest ist gemacht und ich möchte doch den Wagen auch wirklich passend haben.

Erstmal weg mit allen unnötigen Sachen, sodass der Fahrzeugexperte seine Schweisskünste ungestört erledigen kann….

Besonders danken möchte ich der Firma HCN Hydraulik, die mir schnell mit dem passenden 35mm Rohr für Spriegelhalter helfen konnten. „METRISCHES System“ pfeift dabei immer ein kleiner John Travolta und lacht mit mir über die angeblichen Experten/Klempner mit ihren zölligen Wasserrohren, die mir erzählen wollten, das ich mich vermessen hätte: „Sowas gibt es nicht…“

Update #1 (19.05.2021):

Er stand dann doch etwas länger, bevor der Meister loslegen konnte, nun aber ist er kräftig dabei und an jeder Ecke gibt es was zu tun, deshalb hier ein paar Bilder kommentarlos:

Update #2 (20.05.2021): VIELLEICHT IST ER MORGEN FERTIG !!!

Rum-G-flext !

Ja, der Wolf hat üblicherweise einen nachgerüsteten Überrollbügel am Heck. Nach der Beschaffung der Fahrzeuge Anfang der 90er Jahre merkte man allerdings schnell, dass der normale Wehrpflichtige auf den Rücksitzen vor den Folgen eines Überschlags geschützt werden muss und verschweisste sowohl einen hinteren Überrollbügel innerhalb des Planenspriegels wie auch den bisher „nur“ verschraubten vorderen Überrollbügel. Um den hinteren Ü-Bügel zu montieren, wurden vier Platten an der Innenseite vorab verschweisst…..

….und die Reste des vorab gekappten Ü-Bügels zu entfernen, ist eine wirklich blöde Arbeit für Blöde (bzw. Sven und Tammo).

Flex oder Druckluftfräser, auf jeden Fall braucht man Zeit und Ruhe, denn es muss einiges an Material entfernt werden In der Summe waren es dann ca. 8 Stunden Arbeit, 5 Trennscheiben, 2 Schuppscheiben und EIN GEHÖRSCHUTZ IST MEHR ALS WICHTIG !

Welche Farbe hätten Sie denn gerne ?

Irgendwie hatte mein Wagen in dem einen Jahr mit mir optisch mehr gelitten als die 4 Jahre davor, was wohl daran liegt, das ich ihn auch gefahren habe. Die sandfarbene Lackierung mit den dunkleren Tarnflecken war durch Äste verkratzt (was wohl an dem zu hohen Härteranteil lag 🙂 und darunter kam die Bundeswehr Tarnlackierung gut sichtbar durch. Ausserdem wollte ich den Laderaum robuster gestalten und hatte mich schon sehr auf eine robuste Lackierung mit RAPTOR oder ähnlichen PU-Lacken eingestellt, bis ich im März auf einen Gleichgesinnten traf, der mir seine vom Vorbesitzer mehr schlecht als recht lackierte Ladefläche mit Raptor zeigte. „Plackenweise“ stand das Zeug hoch, lösen konnte man es nur mit harter Handarbeit, denn die Vorbehandlung/Grundierung/Schliff war wohl sehr halbherzig gewesen.

Seine klare Empfehlung für mein Fahrzeug war BranthoKorrux 3in1 und nun wagte ich Mitte April eine kleine Bestellung (RAL 9005/RAL 1015) und eine testweise Lackierung im Heckbereich. Gut mit einer kleinen Rolle zu verarbeiten, stand also einer kompletten Lackierung in Teilschritten nichts im Weg und auch für eine gedachte H-Zulassung war es sicherlich zuträglich (Die Bundeswehr kennt keine Wüsten-Tarnfleck-Lieferung ;-).

Über die Verarbeitungsschritte brauche ich hier keinen Roman zu schreiben, bestellt einfach beim richtigen Händler, der hat auch gute Anleitungen zwecks Vorbereitung etc. und ich kann sagen, dass ich mich auf den ersten „Offroad“-Test im Wald freue….